Riesling Cup 2018

Riesling Cup 2018

Begehrte Trophäe geht an Martin Korrell

17.11.2018 – München

Es war spannend bis zuletzt – jetzt steht der Sieger des renommierten Riesling Cups, vergeben von der Zeitschrift „Der Feinschmecker“, fest: Martin Korrell vom gleichnamigen Weingut Korrell Johanneshof an der Nahe darf die begehrte Trophäe mit nach Hause nehmen. 

Die Überraschung steht ihm noch ins Gesicht geschrieben – der dynamische 42jährige Winzer kann kaum glauben, dass sich sein Riesling gegen die große Konkurrenz durchgesetzt hat. In den Vorjahren hatten ganz große Namen wie die Weingüter Doennhoff, Schäfer-Fröhlich, oder Wittmann gewonnen – in diesem Jahr räumt dagegen ein Nicht-VDP-Gut mit einem außergewöhnlichen Wein den Preis ab. 

Der Riesling »Von Den Großen Lagen« ist ein Lagen Cuvée aus renommierten Spitzenlagen an der oberen Nahe – aber eben kein Einzellagen-Wein. Gerade das macht ihn nach Ansicht des Winzers aber auch spannend. Vergoren wird jede Lage einzeln, dann gilt es für den Kellermeister, die bestmögliche Variante daraus zu erkennen und die perfekte Balance aus den 4 Lagen zu kreieren. Dies scheint gelungen zu sein – der Wein ist ein Rieslingtyp ohne Gleichen, puristisch, mineralisch und markant, eben Nahe pur.

Um diesen Gewinner letztendlich zu finden, hat sich die Jury aus Wein-Experten einige Tage lang in das Hotel Alpenhof nach Murnau zurückgezogen. Hier wurden 66 der eingesandten Weine im Halbfinale von allen Spitzenbetrieben Deutschlands blind verkostet und bepunktet. Eine Vorprobe aller Weine fand zuvor in Hamburg statt.

In die Finalrunde schafften es 15 Weine. Die Juroren sahen dabei immer nur das Glas, nie die Flasche des zu bewertenden Weines. Bis zuletzt trug Chefredakteurin Madeleine Jakits einen kleinen Zettel mit sich herum, auf dem neutrale Mitarbeiter die Punkte ausgewertet hatten. Nicht einmal die Jury Mitglieder kannten den Sieger. Erst am Abend der Gala im Bayerischen Hof wurden die 15 Finalisten verkündet. 

Neben dem strahlenden Sieger Martin Korrell folgt das Weingut des VDP Vorsitzenden Dr. Christmann aus der Pfalz, Platz 3 belegen die Traditionsgüter Clüsserath von der Mosel punktgleich mit Dr Bassermann Jordan aus der Pfalz. Der Siegerwein ist mit seinen 16 € dabei einer der günstigsten im Finale. Wer Interesse hat, sollte sich beeilen, bevor der große Bericht im Feinschmecker im Januar erscheint.